Franz Böhner wurde am 16. August 1889 in Lichtenau geboren. Nach Volksschule, Rektoratsschule und landwirtschaftliche Schule wurde er Bauer und übernahm den väterlichen Bauernhof in Lichtenau. Nach dem zweiten Weltkrieg übernahm er das Amt des Kreislandwirts im Kreis Büren.
Böhner war bereits im Kaiserreich Mitglied des Zentrum, für das er sich auch in der Weimarer Republik engagierte. 1945 beteiligte er sich an der Wiedergründung dieser Partei.
Von 1930 bis 1933 war Böhner Reichstagsabgeordneter. Von 1946 bis zu seinem Tode war er Landtagsabgeordneter in Nordrhein-Westfalen. Dem Deutschen Bundestag gehörte er seit der Bundestagswahl 1953 bis zu seinem Tode an.
Von 1917 bis 1933 war Böhner Amtmann des Amtes Lichtenau. Von 1946 bis zu seinem Tode war Böhner Landrat im Kreis Büren.
Er starb am 8. Januar 1954.
In der Holtheimer Ortschronik des Jahres 1954 ist folgendes verzeichnet:
Am 8. des Monats erreichte die hiesige und auch die weitere Umgebung die Trauerbotschaft von dem plötzlichen Ableben des Landrats Franz Böhner aus Lichtenau. Herr Böhner befand sich als Gast bei einer Jagdgesellschaft, welche von dem Wirtschaftsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Peters, im Staatsforst Dalheim abgehalten wurde. Ein Herzschlag hat den Verstorbenen jäh aus seinem recht arbeitsreichen und schaffensfrohen Leben für die Öffentlichkeit, gerissen. Der Verstorbene bekleidete neben dem Amt des Landrats für den Kreis Büren, das des Kreislandwirts. Weiter war derselbe als Abgeordneter im Landtag und Bundestag vertreten. Der Zentrumspartei gehörte seine politische Richtung.



